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Selbstmitgefühl und Mitgefühl

Freundlichkeit und Wohlwollen mit sich und anderen kultivieren.

Der kritische Umgang mit uns selbst

Wir behandeln uns selbst oft strenger und kritischer als unsere Freunde. Besonders im Stress, bei Belastungen und Misserfolgserlebnissen sind wir sehr selbstkritisch,  machen uns Vorwürfe und entwerten uns. Doch gerade im Umgang mit schwierigen Gefühlen und Situationen würde uns Geduld mit uns selbst und Mitgefühl mit uns, gut tun.

In Therapie und Beratung sind Empathie und Mitgefühl wichtig, um uns in andere Menschen einzufühlen und helfen zu können. Gleichzeitig entsteht auch die Gefahr der Mitgefühlsmüdigkeit, des emotionalen Ausbrennens.

Einfühlung und Mitgefühl mit sich selbst bilden immer die Basis für das Mitfühlen mit anderen Menschen und schützen vor emotionaler Erschöpfung.

Selbstmitgefühl und Mitgefühl kultivieren

Die Fähigkeit, Mitgefühl mit sich zu empfinden, ist in jedem vorhanden und kann gepflegt und geübt werden.

Christopher Germer und Kristin Neff haben Methoden entwickelt, Mitgefühl mit sich und anderen zu erfahren und zu kultivieren. Beispielsweise durch: Achtsamkeitsmeditation, Liebevolle Selbstbeobachtung, Selbstmitgefühls-Sätze, Mitgefühlsmeditation, Körpermeditation und achtsames Yoga und Dyadische Übungen.

Die Kraft des Selbstmitgefühls

Kristin Neff hat festgestellt, dass wir in schwierigen Situationen folgende Tendenzen zeigen:

  • Wir vermeiden das Schmerzhafte und wollen flüchten. Oder wir werden vom Schmerzhaften überwältigt.
  • Wir isolieren uns und fühlen uns von anderen Menschen getrennt.
  • Wir gehen kritisch und entwertend mit uns selbst um.

Menschen in schwierigen Situationen wünschen sich meist:

  • Trost und Schutz
  • Verbundenheit
  • Sicherheit und Halt

Die Therapie des Selbstmitgefühls schlägt drei Schritte vor:

  1. Wende Dich der schmerzhaften Erfahrung zu und erkunde sie achtsam.
  2. Verbinde dich mit anderen Menschen.
  3. Gehe freundlich und mitfühlend mit dir um.

Halten Sie inne und machen Sie jetzt eine Pause des Selbstmitgefühls.

Dieses einfühlsame Umgehen mit sich selbst ist kein Egotrip. Freundlichkeit und Wohlwollen für sich selbst ermöglichen eine Selbstberuhigung, ein klareres Wahrnehmen der Erfahrung und eine bewusste Entscheidung für ein heilsames Handeln. Davon profitieren wir und unsere Mitmenschen.

Ich biete die Methoden der Selbstmitgefühlstherapie im therapeutischen Setting an und lasse sie auch in ein Achtsamkeitstraining einfließen. Auch in supervisorische und beraterische Prozesse fließt die Therapie des Selbstmitgefühls mit ein. Ich habe dieses Thema in Kliniken und und führe inhouse Fortbildungen für Unternehmen durch.

Vertiefungskurse „Heilsame Zustände kultivieren“

Nach einem MBSR oder MBCT Kurs möchten viele KursteilnehmerInnen weiter üben und die eigene Meditationspraxis vertiefen.

In meinen Vertiefungskursen „Heilsame Zustände kultivieren“ ist die Entwicklung von Selbstmitgefühl und Mitgefühl zentral und wird durch theoretische Inputs und Meditationen erlebbar und trainierbar. Die Kursabende finden in größeren Abständen statt und ermöglichen, über mehrere Monate Freundlichkeit, Dankbarkeit, Gelassenheit  und Freude in Übungen zu kultivieren und damit heilsame innere Zustände zu kultivieren.